Geplant war die gewerkschaftliche Bildung von Industriearbeitern. Sie sollten ihre Rechte nach dem 1. Weltkrieg in der neuen Republik für sich kennen und nutzen lernen. Einen Einblick in die Möglichkeiten einer gerechteren Verteilung der Vermögen bekommen. Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) plante daher zwei Bundesschulen in Berlin und dem Ruhrgebiet mit dessen Bau schließlich die Bauhaus Architekten Hannes Meyer und Hans Wittwer beauftragt wurden. In Bernau entstand die Bundesschule in den Jahren 1928/30. Schon damals wurden die veranschlagten Baukosten erheblich überschritten, sodass es bei einer Schule blieb. Nur drei Jahre hatten Arbeiter die Chance auf Weiterbildung, dann kamen die Nazis und planten hier Völkermord, den Überfall auf Polen und bildeten ihre Schergen aus. Nach deren Ende die Rote Armee, der FDGB, eine Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und schließlich das Seminar- und Lehrgangshotel zur Ausbildung junger Menschen durch die Handwerkskammer. Das Gelände wurde erweitert und mit weiteren Bauten zur schulischen Ausbildung bestückt. Heute sind auf dem Areal mehrere Schulen und Bildungseinrichtungen vorhanden.

Seit 2017 gehört das Denkmal Bundesschule des ADGB zusammen mit den anderen Bauhausstandorten zum UNESCO Weltkulturerbe.

Zu erreichen ist die Bundesschule an der Wandlitzer Chaussee zwischen Bernau und Wandlitz über die A11 (Bernau Nord) oder mit RE-/ S-Bahn nach Bernau und dann mit dem Bus 894.

Von Außen kann das Ensemble besichtigt werden, für den Innenbereich gibt es Führungen an den Wochenenden. Mehr Infos hier.