Der Dom St. Peter und Paul steht auf einer Insel in der Havel. Sie war eine eigene Ortschaft bis sie 1929 eingemeindet und ein Stadtteil von Brandenburg an der Havel wurde. Es muss vor 800 Jahren eine Menge los gewesen sein auf diesem kleinen Fleckchen Erde, mitten im Sumpf. Diese Insel ist die Wiege von allem, was irgendwie mit Brandenburg zu tun hat. Damit auch mit Berlin, Preussen, Deutschland. In der mittelalterlichen Umgebung rund um den Dom kommt ein Gefühl von Zeitreise auf.

Innen wirkt die Domkirche recht klein, schlicht und hell, wenn man andere Kathedralen aus der Zeit kennt. Das hat wohl auch mit den statischen Problemen auf einer Havelinsel zu tun. Viel Masse läßt sich da nicht aufeinander stapeln. Dafür ist viel zu entdecken, in der Mutter aller Brandenburger Kirchen. Krypta, Altäre, Gruft, Museum, Kreuzgang mit allerlei merkwürdigen Gestalten. Darunter auch die älteste bekannt Judensau. Eine beleidigende und diffamierende Darstellung eines namentlich benannten Juden. Die Darstellung und ihre Hintergründe werden auf einer Tafel beschrieben.

Eine Dom App führt durch die Exponate ebenso wie viele Tafeln. Vorab mehr hier.