Geheim mussten die nach dem Versailler Abkommen verbotenen Planungen für eine Wiederaufrüstung Deutschlands nach dem I. Weltkrieg laufen. So auch für einen Ausbildungsflughafen in Schönwalde-Glien.

Im Jahre 1935 kaufte das NS Reichsluftfahrtministerium größere Geländestücke im Bereich des Teufelsbruch und begann mit der Errichtung von Holzbaracken zur Unterbringung der Arbeiter, die den Bruch entwässern mussten. Zunächst als Sportflughafen getarnt, entstand ein Kasernengelände mit Unterkünften für 3.500 Soldaten und Piloten, die hier ausgebildet wurden. Offiziere zogen in die Fliegersiedlung am Dorfrand. Die Rote Armee übernahm nach dem II. Weltkrieg den Stützpunkt, baute ihn aus, stationierte Hubschrauber und nutze ihn als Truppenübungsplatz.

Seit 1992 liegt das Gelände im Dornröschenschlaf und wuchs langsam zu. Unterkünfte und Flugzeughangars verfielen, bis ein Investor gefunden wurde, der das Gelände wach küsste. Nun sollen hier im Erlenbruch 1.500 Wohnungen für bis zu 3.500 Menschen entstehen. Ein völlig eigenständiger Ortsteil von Schönwalde-Glien. Gerodet wird bereits kräftig und die Strukturen der Anlage sind langsam wieder zu erkennen.

Im März 2019 sollen die Pläne und Ideen für die Bebauung vorgestellt werden.