Die Wiege der Mark liegt mitten in der Havel. Umgeben von Wasser, Insel an Insel. Nicht viele Orte haben zwei Altstädte, wovon eine daher auch Neustadt heißt. Und auch die Kirchen entsprechen nicht den herkömmlichen Vorstellungen. Der Dom St. Peter und Paul ist relativ klein und die Pfarrkirche St. Katharinen dafür sehr groß. Alles Gründe, um sich die Stadt näher anzusehen.

Über Land nach Brandenburg, durch Alleen, an Seen vorbei und bei Ketzin mit der Fähre über die Havel setzen. Es ist ein schöner Ausflug, wenn man sich von Osten der Stadt nähert.

Der Übergang von moderner zu historischer Bebauung ist abrupt an Neustädtischen Markt und in der Steinstraße. Diesen Teil der Stadt kann man schnell hinter sich lassen und in die Kurstraße einbiegen. Bis zur St. Katharinenkirche, norddeutsche Backsteingotik, schön und reich verziert, eine wertvolle Innenausstattung mit Wagnerorgel, goldenem Flügelaltar, Seitenkapellen und alten Grabsteinen. In der Hauptstraße flnieren, einkaufen und einen Kaffee trinken, danach über die Havel in die Altstadt. Die Ruine der Johanniskirche wurde zur Kulturstätte umgebaut. Große Glasflächen statt fehlender Wände machen das Gebäude wieder zum Musik- und Ausstellungsaal.

Einer der bekannten Brandenburger ist Vicco von Bülow alias Loriot. Mit Herrn Müller-Lüdenscheid, der auf einen Bank am Rathaus gegenüber dem Roland sitzt und 24 Waldmöpsen, über die Stadt verteilt, hat Brandenburg ihm ein Denkmal gesetzt. Es werden Waldmopstouren angeboten, selber suchen macht aber auch Spaß.

Der Weg zur Dominsel ist weit, Brücken selten. Der Dom ist die „Mutter aller märkischen Kirchen“. Früher eine eigenen Gemeinde, heute Stadtteil von Brandenburg. Eine abgeschlossene Burg, mit Mauern und Toren. Mittelalter pur, ein Ort zu ausruhen und entspannen. Im Restaurant Remise kann man gut essen und trinken. Über die Havel auf dem Mühlendamm geht’s zurück in die Neustadt.

Brandenburg hat sich zur BuGa 2016 gut herausgeputzt. Vor ein paar Jahren war es noch ziemlich unansehnlich, das hat sich geändert. Wenn es die Stadt noch schafft den Leerstand in der Innenstadt zu beseitigen und Konzepte für neue Geschäfte und Nutzungen zu entwickeln, wird es immer schöner.

 


Brandenburgische Formensprache

 

Steinturn von der Kurstraße aus

 

 

 

Herrn Schneider’s Kleiderladen in der Kurstraße

Früher Bilder, heute droht evtl. die Mückenflut

 

Pfarrkirche St. Katharinen, norddeutsche Backsteinbaukunst, reich verziert, groß und reich ausgestattet

 

 

Die Wagnerorgel, von Sauer neu gebaut und Schuke umgebaut und restauriert

Der goldene Flügelaltar von 1474

 

 

Der Hedwigsaltar in der Schöppenkapelle

Die Hauptstraße, Einkaufen und Flanieren

“Fritze” Bollmann Brunnen, früher hieß es zum “Original” gemacht, heute nennt man es Mobbing.

Viel Leerstand bei Gewerberäumen

Niederhavelufer am Salzhof

“Neues Forum”, ausgedient und zu verkaufen

 

“Waldmöpse” sind in der ganzen Stadt zu finden.

 

Historisches Rathaus mit Roland, der die Stadtrechte sichert

 

 

 

 

 

 

Wohnen über der Staustufe am Domstreng

Der Brandenburger Dom St. Peter und Paul auf der Dominsel

 

 

Ein Mann, ein Huhn?