Wilhelm II., Zar Nikolaus II., Königinnen und Könige waren hier, Harry Pile drehte einen Film, ebenso Hildegard Knef, Anita Kupsch und Ursela Monn. Es war auch KZ Aussenstelle, Lazarett der Roten Armee, gehörte dem Unilever Seifenfabrikanten, war Gästehaus des Staatssicherheit und alles begann mit einem Soldaten, der im 18. Jahrhundert eine Mühle bauen wollte, aber nicht durfte.

Schloß Dammsmühle, benannt nach seinem früheren Besitzer Damm, erworben vom Leutnant Wollank und zum neobarocken Herrensitz ausgebaut. Ein Tanzsaal in Form einer Moschee thronte auf der Mühlenteichinsel, der Hubertuspavillon als Grabmal für Wollank, alles weg. Heute steht noch eine Holzpagode als Gartenhäuschen im Schlosspark. Alter Baumbestand verrottet, Fische bitten darum, nicht geangelt zu werden.

Es war wirklich was los, rund um den Mühlenteich. Heute ist das Schlösschen eine Ruine. Der Investor ist pleite und das Kleinod verfällt. Spaziergänger können sich noch daran erinnern, dass sie auf der Terrasse fürstlich gespeist haben, in den 1990ern. Auch das ist lange her.

Wer noch mal nachsehen und einen schönen Ausflug machen will. Die B109 Richtung Wandlitz, in Schönwalde an der Kirche links ab in die Mühlenbecker Chaussee und an der Waldsiedlung rechts in die Schloßstraße. Am Ende ist ein Parkplatz. Oder mit der NEB Heidekrautbahn bis Schönwalde und dann den selben Weg wandern oder mit dem Fahrrad.