So schnell kann sich die Bedeutung von Städten ändern.  Nachdem in der Wunderblutkirche von Wilsnack heilige Hostien verehrt wurden und sich die Stadt vom 14. – 16. Jahrhundert mit Pilgerfahrten und Ablasshandel einen Namen machte, wurde diese Karriere jäh durch den ersten evangelischen Pfarrer der Gemeinde beendet. Er verbrannte die Wunderbluthostien kurzerhand und das Kapitel der Pilgerstadt war vorbei. Zum Glück wurde durch findige Mitmenschen die Heilkraft der Moore entdeckt und Stadtförster Zimmermann konnte Mitte des 19. Jahrhunderts die Wirkung auf Erholung suchende Großstädter nachweisen. Von nun an war Wilsnack Bad und alle Krankheiten von Unterleib bis Rheuma wurden behandelt. Tief gebohrt wurde 1997 und heraus kamen Solevorkommen, die nun in einem Gradierwerk versprüht werden und als Thermalsolebad Erleichterung bringen.

Rainer_Steussloff_160512056160Wunderblutkirche St. Nikolai

RainerSteussloff-2-

Rainer_Steussloff_16051205

Rainer_Steussloff_160512056089Der Heilige Nikolaus, Namensgeber der Kirche

RainerSteussloff-3-

RainerSteussloff-

Rainer_Steussloff_160512056115

Rainer_Steussloff_16051205-4Der Wunderblutschrein

Rainer_Steussloff_160512056117

Rainer_Steussloff_160512056118Blick von der Patronatsloge, die durch eine Brücke einen direkten Zugang zum früheren Gut hat.

Rainer_Steussloff_160512056134

RainerSteussloff-6148

Rainer_Steussloff_160512056146Markt neben der Kirche

Rainer_Steussloff_160512056154

Rainer_Steussloff_160512056155Kurschatten

Rainer_Steussloff_160512056166Gradierwerk für Thermalsole

Rainer_Steussloff_160512056170